Reden im Schlaf - ist es gefährlich?

Reden im Schlaf - Ursachen, Gefahren und Behandlungsmöglichkeiten

Reden im Schlaf wird in der Medizin auch als Somniloquie bezeichnet. Meist kommt es nur zu unverständlichen Wortfetzen. Bei manchen Betroffenen führt es aber auch zum aussprechen ganzer Sätze. Diese sind oft unverständlich, da die Gesichtsmuskeln inaktiv sind.

Reden im Schlaf ist keine Krankheit, vielmehr eine Verhaltensauffälligkeit, die während des Schlafes auftritt. Wenn der Betroffene alleine wohnt oder Mitbewohner es nicht bemerken, wird das Phänomen oft nicht entdeckt. 

 

Eine Frau spricht im Schlaf
Sprechen im schlaf

Bei Erwachsenen sind nur gut fünf Prozent betroffen. Kinder im Alter zwischen drei und zehn Jahren sind deutlich öfter betroffen, hier sind es bis zu 50 Prozent. In der Pubertät nimmt das sprechen im Schlaf normalerweise wieder ab. Reifungsprozesse im Gehirn sind verantwortlich für den hohen Anteil betroffener Kinder.

 

Kinder und Männer sind am meisten betroffen. Reden im Schlaf kann auch gemeinsam mit anderen Störungen, wie zum Beispiel dem Schlafwandeln,  auftreten.

 

 

Ursachen

Zumeist tritt sie in der REM Phase auf (Traumphase). Nun sprechen Betroffene einfach das aus, was sie im Traum erleben oder fühlen.

Aber auch beim Wechsel zwischen den unterschiedlich Schlafphasen kann es zu Sympromen kommen. Eine definierte Ursache ist nicht bekannt.

Allerdings gibt es Faktoren die Somniloquie begünstigen können. 

 

Was fördert das Reden im Schlaf?

  • Krankheiten wie hohes Fieber können Symptome begünstigen oder herbeirufen. Sie verschwinden nach der Krankheit wieder. 
  • Psychischer Stress begünstigt, neben Albträumen, ebenfalls die Möglichkeit während    des Schlafes zu sprechen.
  • Ähnlich wie beim schlafwandeln, gibt es auch bei dieser Störung die Möglichkeit einer Vererbung. In manchen Familien tritt sie vermehrt auf.
  • Alkohol, Drogen und Medikamente haben ebenfalls großen Einfluss.

 

Gibt es Behandlungsmöglichkeiten ?  

Person wird behandelt um Sprechen im Schlaf zu mildern und zu verhindern

Solange es beim Reden bleibt und keinerlei andere Störungen auftreten, ist eine Behandlung grundsätzlich nicht nötig. Erst wenn sie sich für das soziale Umfeld störend auswirkt, kann man eine Therapie in Betracht ziehen. In diesem Fall ist es am besten alles weitere mit dem Arzt bzw. Facharzt zu besprechen. 

 

Gelegentliches Sprechen in der Nacht lässt sich schon mit einigen Tricks mildern. Durch die Anwendung bestimmter Entspannungsmethoden: Autogenes Training, Qi Gong, und Yoga sind Möglichkeiten.

Es ist sehr wichtig, das ein geregelter Schlafrhythmus eingehalten wird. Alles was Deinen Schlaf verschlechtern kann, begünstigt genauso diese Störung.

 

 

Birgt Somniloquie gefahren?

Für den Körper hat die Störung keinerlei Risiken. Es gibt nur drei Möglichkeiten, wie sich das Sprechen negativ auswirken kann:

 

1.Mitbewohner fühlen sich gestört

Es kommt zwar selten vor, dennoch ist es möglich, das der Partner durch die Gespräche gestört wird. Hier helfen als Sofortlösung Ohrstöpsel. Tritt trotz Einspannungsübungen keine Besserung auf, sollte es mit dem Hausarzt besprochen werden. Es wird Dich möglicherweiße an ein Schlaflabor überweisen. Hier werden weitere Untersuchungen durchgeführt und ausgewertet.

 

2. Im Zusammenhang mit anderen Schlafstörungen

Hier ist nicht das Sprechen die Gefahr, sondern die zusätzliche andere Schlafstörung. Wenn zum Beispiel Schlafwandeln und Sprechen zusammen auftreten.

 

3. Das aussprechen von Geheimnissen

Ob das gesagte einer schlafenden Person wirklich der Wahrheit entspricht, kann oft nicht mit Sicherheit gesagt werden. Im Schlaf werden die Eindrücke des Alltags verarbeitet. Daher kann es zu verrückten Geschichten und Sätzen beim Reden im Schlaf kommen.

Auch wenn ein Betroffener direkt angesprochen wird und dieser anschließend antwortet, ergibt die Antwort zumeist keinen Sinn.