Zähneknirschen im Schlaf

Zähneknirschen im Schlaf- Eine gefährliche Angewohnheit

Zähneknirschen ist eine ungesunde Angewohnheit die meist im Schlaf stattfindet. Fast fünf Prozent der deutschen leiden darunter. Die Ursachen sind sehr verschieden aber in den meisten fällen ist Stress ein Grund. Häufig ist das Zähneknirschen bei Kindern und Kleinkindern verbreitet.

 

Achtung: Wie kommt es zum Zähneknirschen in der Nacht?

Sie untersucht die Ursachen vom Zähneknirschen
Zähneknirschen im Schlaf

Der Schlafende bekommt es gar nicht mit doch: Die Zähne verbeißen sich ineinander, Muskeln sorgen für das passende Schaben, mit bis zu 800N Kraft im Kauzentrum. Solche Phasen dauern bis zu 20 Minuten. So entstehen langfristige Schäden. Oft kommt es nur im Schlaf dazu da das Bewusstsein in dieser Phase komplett ausgeschaltet ist. Unter Medizinern wird das Zähneknirschen auch als Parafunktion bezeichnet, denn die ausgelöste Aktivität erfüllt keinen Zweck. Trotzdem drücken Betroffene mit überdurchschnittlichem Druck die Zähne aufeinander.

Bei einer Ober- und Unterkiefer Fehlstellung, handelt es sich um eine Fehlfunktion. Sie kann den gesamten Bewegungs- und Stützapparat beeinträchtigen und die Gesundheit gefährden. Oft macht sie sich durch schmerzen im Kiefergelenk bemerkbar. Und/Oder durch lautes Knirschen. Glücklicherweise haben Kindern nur in Ausnahmefällen eine derartige Fehlstellung.

 

Das Knirschen der Zähne ist weit verbreitet. Bei Erwachsenen ist meist das Verarbeiten seelischer Probleme oder Stresssituationen ein Auslöser für das Zähne Knirschen in der Nacht. Es kann aber auch ein orthopädisches Problem der Kiefergelenke dahinterstecken. Schiefe Zähne, schlecht sitzender Zahnersatz, Inlays, Füllungen sind als Ursache auch nicht auszuschließen. Ebenso stehen Alkohol, Drogen und Medikamente im verdacht. Zähne Knirschen schadet Erwachsenen, Kindern jedoch nicht! Kleinkinder Knirschen ihr Zähne in der Nacht so lange bis die Kauflächen von Ober- und Unterkiefer zueinander passen. Es verschwindet spätestens, wenn die neuen Zähne nachwachsen.

  

Ein Zahnartarzt erkennt einen Zähneknirscher sofort
Begutachten der Schäden

Gefährliche Folgen

Schon bei leichtem Knirschen entstehen Abschleifspuren. Sehr bald wird es zu Zahnschmerzen führen. In schlimmen fällen können sich die Zähne verformen, lockern oder sogar ausfallen. Die Kiefergelenke können sich genauso also folge von Zähneknirschen verändern. Sollten die Gelenkscheiben verrutschen kann es sein das Betroffene nicht einmal den Mund Öffnen können. Außerdem kann es, beim Zähneknirschen in der Nacht zu starken Verspannungen im Hals und Kopfbereich kommen. Viele weitere folgen wie: Muskelkater, Kopfschmerzen, Spannungsschmerz im Hals-Schulter Bereich können auftreten.

Die Schneidezähne sowie Kauflächen werden abgeschliffen. Ärzte erkennen es sofort, wenn sie gerade einen Zähneknirschen als Patienten haben. Die geschmirgelten Flächen glänzen viel stärker. Ist der Zahnschmelz komplett unten, liegt das Zahnbein frei und ist somit ungeschützt. Es reagiert sehr sensibel auf Heißes, kaltes, saures oder süßes. Nervenenden leiten den Impuls weiter an den Zahnnerv.

• Der Zahn kann komplett auseinanderfallen. Sobald das Zahnschmelz reißt ist das Risiko sehr hoch.

• An jener stelle, wo der Zahnschmelz abgerieben ist kann sich das Zahnbein dunkel verfärben.

• Drum herum fängt das Zahnfleisch an zu schrumpfen und blutet. Die Folge sind wacklige Zähne und ausfallen der Zähne.

•Kiefergelenke fangen an zu schmerzen

leider werden nicht nur Zähne sowie Kiefer negativ beeinflusst.

Die Ganze Gesundheit leidet unter den folgen. So sind Wechselbeziehungen zwischen Kaufunktionsstörung und neuromuskulärer Symptomatik Wissenschaftlich belegt. Nacken-Schulter/ Rückenschmerzen, Migräne und Tinnitus können ebenfalls auftreten.

Ständige Arbeit verhärtet Muskeln das wiederum sorgt für schlimme Kopf-Rückenschmerzen.

 

Die Diagnose

Zahnärzte fragen dich erst einmal ob verspannte Muskeln oder Schmerzen von dir wahrgenommen werden. Ebenfalls wird nach Situationen in denen du das tust gefragt. Bei einem ausschließlichen Knirschen im Schlaf muss der Partner Details erklären. Zahnarzt und Mediziner werden prüfen, ob das Gebiss vielleicht schief ineinander greift, das Kiefergelenk nicht richtig funktioniert, oder bereits vorhandene Zahnbehandlungen die Symptome herbeirufen.

Sollte kein sichtbarer Grund für das abgeschliffene Gebiss gefunden werden. Vermuten Ärzte eine emotionale Anspannung. Daraufhin werden Sie dich nach starken alltäglichen Stress fragen.

 

Was hilft gegen Zähneknirschen?

Nutze eine Zahnschiene um das Knirschen in der Nacht zu verhindern
Zahnschiene gegen das Knirschen

Für die erste Möglichkeit also einer Psychisch bedingten Form gibt es keine einfache Behandlung. Man muss es mit einer Therapie versuchen um seelischen Ursachen zu erkennen und zu verarbeiten. Um die Zähne zu schützen können dir Zahnärzte einen Beißschutz anbieten. Er besteht aus Kunstoff und umhüllt die untere und obere Zahnreihe. Der Knirsch-Schutz verhindert, dass sich die Zähne weiter abschmirgeln können. Dank dem Beißschutz können sich die Kiefer nicht gegeneinander verschieben.

Die Zweite Möglichkeit lässt sich durchaus besser behandeln. Krankengymnastik für die Kiefer und Kaugelenke hilft. Speziell ausgebildete Physiotherapeuten können betroffenen Dehn-und Lockerungsübungen beibringen. Dann bewegt sich der Kiefer wieder normal.

Übungen jeglicher Art entfernen nicht den Ursprung des Leidens. Um seelischen Stress abzubauen kommen viele Entspannungstechniken in Frage.

Kann Zähneknirschen von alleine verschwinden?

Das normale knirschen in der Nacht kann vollkommen allein verschwinden, wenn psychischer Stress bewältigt ist oder nicht mehr existiert. Aber Achtung: Man sollte diese Störung nicht auf sich beruhen lassen in der Hoffnung das sie von allein verschwindet. Hilfe ist sehr schnell nötig.

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