Milben im Bett – Gesundheitliche Risiken, Bekämpfung und andere FAQs

Warum sind Milben überhaupt im Bett?

Milben siedeln sich besonders gern in unseren Betten an. Diese bieten ihnen ideale Lebensbedingungen um sich zu vermehren. Im Sommer steigt die Anzahl der Hausstaubmilben auf bis zu mehreren Millionen pro Bett an. Da stellt sich natürlich die Frage, ob sie eine Gesundheitsgefährdung darstellen. Welche Möglichkeiten gibt es, sie loszuwerden?

Auf diese und weiter Fragen gehen wir in diesem Blog ein. 

 

Was sind Milben?

Sie sind im gesamten Haushalt zu finden und sind allgemein ungefährlich.
Milben sind mikroskopisch kleine Lebewesen welche sich besonders gern in Betten ansiedeln

Milben sind eine Unterart der Spinnentiere, es gibt 50000 bekannte Arten. Sie sind mikroskopisch klein, haben acht Beine und sehen nicht besonders appetitlich aus.

Die weit verbreiteten Hausstaubmilben vermehren sich besonders gern in Betten, Sofas, Kissen und auch in Kuscheltieren, da sie dort einen perfekten Lebensraum finden.

Sie vermehren sich vor allem in Betten, da sie dort abgestorbene Hautschuppen, Schweiß und Wärme finden. Ein Milieu, in dem sie sich besonders wohl fühlen.

 

Sind diese Milben gefährlich? 

Meistens sind sie völlig harmlos. Sie übertragen beispielsweise keine Krankheiten.

Hausstauballergiker reagieren jedoch auf den Kot der Milben. Der Kot gelangt in die Luft und wird eingeatmet. Im schlimmsten Fall entsteht Asthma.

 

Den Milbenbefall reduzieren

Milben fühlen sich im Bett besonders wohl, wenn es warm und feucht ist. Um dies zu verhindern sollte das Schlafzimmer täglich gut durchlüftet werden. Die Zimmertemperatur sollte nicht über 18 bis 20 Grad steigen. Idealerweise steht das Bett auf Füssen und hat einen luftdurchlässigen Lattenrost. So kann die Feuchtigkeit gut entweichen.

 

Für Allergiker: Encasings (Milbenschutzbezüge)

Die Milben im Bett werden sich nicht so schnell vermehren
Encasings halten Milben zurück

Unterstützend helfen Schutzbezüge für Matratze, Decke und Kissen. Sie lassen keine Milben durch. Bei einer diagnostizierten Hausstauballergie übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Schutzbezüge.Diese Schutzbezüge nennt man Encasings. Sie ist so feinmaschig gefertigt, das Milben sie nicht durchdringen können.

Vor dem Kauf auf das TÜV- Siegel (Allergiker geeignet) achten.

Die herkömmlichen Bettbezüge werden über die Schutzbezüge gezogen.

 

Vorsichtig die Bettbezüge wechseln.

Beim Wechseln der Bettbezüge muss man sehr vorsichtig sein, damit der Staub nicht aufgewirbelt wird. Angesammelte Milben fliegen sonst mit dem Staub durch die Luft.

Matratzen-, Bettdecken- und Kopfkissenbezüge langsam abziehen und zügig in der Waschmaschine reinigen.

 

Alles bei mindestens 60 Grad waschen

Die Bettwäsche sollte regelmäßig alle 2 Wochen gewaschen werden. Dazu gehören auch Kissenbezüge und Dekokissen. Wenn möglich kann die Temperatur auch auf 95 Grad erhöht werden, damit alle Milben absterben. 

Nicht vergessen: auch Stofftiere waschen! Im Fell sammeln sich oft Milben an. Stofftiere bitte besonders vorsichtig waschen, Sie sind deutlich empfindlicher.

 

Auch Kälte tötet Milben

Dekokissen oder Stofftiere die nicht gewaschen werden können, legt man für eine Nacht in den Gefrierschrank. 

Wenn der Winter einmal richtig kalt UND trocken sein sollte, ist es auch möglich, die Matratze mehrere Stunden nach draußen zu stellen (Achte darauf, das sie nicht nass wird)

 

Bitterstoffe gegen Milben im Bett einsetzen

Die entsprechenden Anti-Milben-Sprays bekommt man in Apotheken. Das Bettzeug wird einfach mit dem Spray eingesprüht. Das ganze nach 4 - 5 Wochen wiederholen. Dein Bett kann nun bis zu 6 Monate lang komplett milbenfrei sein.

 

Beim Bett beziehen richtig absaugen!

Die Matratze sollte man auf jeden Fall vor dem neu beziehen absaugen. Besonders zu empfehlen sind Staubsauger mit dem TÜV-Siegel: für Allergiker geeignet bzw. Hygienefilter für Allergiker geeignet. Das Absaugen reduziert auch den Staub auf der Matratze.

 

Allergiker sollten bei Kauf einer Decke auf folgendes achten:

Milben siedeln sich gern in tierischen Fasern an. Inhaltsstoffe wie Schafs wolle, Kamelhaar oder Rosshaar sollte man meiden. Besonders in Daunen fühlen sich die Spinnentiere wohl. Am besten eignen sich deshalb Matratzen aus Latex oder Kaltschaum. 

Zudem empfiehlt es sich, Matratzen alle 7-8 Jahre auszutauschen.

 

Zusatz Tipp: die Betten nicht morgens richten!

Wer sein Bett morgens schön richtet, verhindert, dass sich der über die Nacht angesammelte Schweiß wieder verflüchtigen kann. Das bedeutet nicht, das man seine Bettdecke einfach liegen lassen sollte. Am Besten schlägt man die Bettdecke zurück. Die Matratze ist nun weitestgehend unbedeckt und der Schweiß kann entweichen.

 

Achtung: Milben sind kein Zeichen mangelnder Hygiene!

Selbst im saubersten Haushalt sind Milben zu finden. Sie sind völlig natürlich. Wie es in jedem Haushalt Staub gibt, sind auch Milben vorhanden. Es ist lediglich möglich, die Anzahl zu reduzieren. Ganz los wird man sie aber niemals!

 

UNSER FAZIT:

Damit man keine Auslöser im Bett bekommt
Nur Allergiker müssen spezielle Vorbereitungen treffen

Es reicht völlig aus, Bettbezüge regelmäßig zu wechseln und eine normale Hygiene beizubehalten. Nur Hausstauballergiker müssen gewisse Vorbereitungen treffen. Wichtig ist, das man sich wegen der Milben nicht verrückt macht.